Man kennt den alten Spruch, der fast schon wie ein fixes Versprechen klingt: „In Linz beginnt’s.“ Linz, das ist längst nicht mehr nur die alte Industriestadt, als die sie früher oft abgetan wurde. Es ist eine Stadt, die ihre Geschichte atmet, während sie gleichzeitig entspannt an der Donau liegt.
Unser erstes großes Ziel zog uns hinauf über die Dächer der Stadt. Wenn man in Linz ist, gehört eine Fahrt auf den „Pöstlingberg“ einfach zum Pflichtprogramm. Und das Beste daran ist schon der Weg dorthin: die Pöstlingbergbahn.
Als Nostalgieliebhaber geht einem hier das Herz auf. Die historische Steilhornbahn – eine der steilsten Adhäsionsbahnen Europas – schlängelt sich seit über 120 Jahren von Urfahr hinauf auf den Linzer Hausberg. Drinnen nimmt man Platz, blickt aus dem Fenster und spürt sofort das entschleunigte Tempo vergangener Tage, während sich unten das Panorama der Donau immer weiter ausbreitet.

Oben angekommen, wird man erst einmal von einer Postkarten-Aussicht empfangen. Der Blick über Linz, den Strom und das Umland ist schlichtweg atemberaubend. Direkt am Gipfel thront die weithin sichtbare Wallfahrtsbasilika „Sieben Schmerzen Mariens„. Die barocke Zwillingsturmkirche ist nicht nur ein imposantes Fotomotiv von außen, sondern strahlt im Inneren eine wunderbare, kühle Ruhe aus. Ein perfekter Ort, um kurz innezuhalten.
Direkt auf dem Berg wartete das nächste Highlight, das nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt, sondern auch eine kräftige Portion Retro-Charme versprüht: die Grottenbahn in den alten Befestigungstürmen.
Man steigt ein in den „Lenzibald“, den legendären Drachenzug, und dreht seine Runden durch eine glitzernde Märchenwelt voller Zwerge und Waldtiere. Es fühlt sich an wie eine Zeitreise in die eigene Kindheit. Unter der Grotte spaziert man schließlich durch eine detailverliebte Nachbildung des Linzer Hauptplatzes im Miniaturformat der Jahrhundertwende, flankiert von liebevoll gestalteten Märchenszenen. Ein herrlicher, fast schon surrealer Spaß, den man einfach miterlebt haben muss.
Nachdem wir wieder sanft ins Tal hinabgegleitet waren, ließen wir den Tag dort ausklingen, wo das urbane Herz der Stadt schlägt: auf dem Linzer Hauptplatz.

Mit seinen prachtvollen Barockfassaden und der markanten Dreifaltigkeitssäule in der Mitte gehört er zu den größten Saalplätzen Europas. Von hier aus haben wir uns einfach treiben lassen. Der anschließende Stadtbummel führte uns durch die belebte Fußgängerzone der Landstraße und die charmanten kleinen Seitengassen der Altstadt.
